Faris Al-Sultan - Ironman World Champion

Dass es nicht großartig werden würde, war mir klar. Zwei Wochen ohne vernünftiges Training, außer im Wasser, sind halt eine Woche zu viel. Aber dass es gleich so übel werden würde, habe ich auch nicht gedacht.

Ein 18ter Platz bei einer Mitteldistanz ist schon übel. Nach einem soliden aber nicht aufregenden Schwimmen, kam ich einfach nie in Schwung. Keine Kraft, keine Spritzigkeit und als dann am Kilometer 85 die Achtmannradtouristiktruppe vorbeifuhr, war der letzte Rest an Kampfgeist verflogen und der Finishergedanke stand im Vordergrund.

Erinnerungen an letztes Jahr in St.Pölten wurden wach, wo mein Zustand ähnlich war und die Hoffnung, dass es beim IM in Südafrika genauso gut klappt wie letztes Jahr in Klagenfurt.

Ansonsten ist das Rennen in San Juan sehr schön. Puerto Rico ist ein bisschen Mallorca light für Amerikaner und empfiehlt sich nicht für einen langen Trainingsaufenthalt. Aber dem ruhigen Schwimmen in der Lagune, folgt ein komplett gesperrter flacher etwas holpriger Radkurs. Immer schön aufpassen, dass man keinen Iguana (leguanartige Echse) überfährt oder in ein Schlagloch stürzt, und darauf eine äußerst anspruchsvolle und schöne Laufstrecke.


Kein Rock in San Juan